So kommst du in Fahrt

Wakeboarden ist eigentlich gar nicht so schwer zu erlernen. Eigentlich. Denn bis man seine ersten Runden auf dem Wasser drehen kann, muss man es erst einmal auf das Wasser schaffen. Und dies lässt so manch einen Anfänger an seinem eigenen Durchhaltevermögen zweifeln.

Der Start ist vermutlich die größte Herausforderung, die einen Neuling erwartet. Ohne mitgezählt zu haben, benötigte ich bestimmt 30 Startversuche, bis ich die ersten Meter fahren konnte. Und ja, einige davon waren auch etwas schmerzhaft. Die Behauptung Vieler, ein Sturz ins Wasser könne doch gar nicht weh tun, stellte sich schnell als falsch heraus. Bis auf ein paar blaue Flecken blieb mein Körper aber bisher immer unversehrt 😉 Das Wichtigste um das Wakeboarden zu erlernen: dranbleiben. Und wie so oft – Übung macht den Meister

HOW TO GET STARTED

Eine Wakeboardanlage bietet dir verschiedene Möglichkeiten, schnell und sicher auf das Wasser zu kommen. Beim Besuch eines Anfängerkurses an einer Zwei-Mast-Anlage wirst du das erste Mal mit dem sogenannten Wasserstart konfrontiert. Du liegst im Wasser, das Board an deine Füße geschnallt, ein Stück Holz in der Hand – und dein Trainer bestimmt die Geschwindigkeit, mit der du aufs Wasser gezogen wirst. Klingt ziemlich cool, oder? Ist es auch, keine Frage – jedoch nur an einer Anfängeranlage möglich. Nun, wie startet man denn dann an einer „großen“ Anlage? – Let´s see

„Have a seat“ lautet das Motto beim Sitzstart. Hierbei sitzt du parallel zum Steg, dein Blick ist auf den See gerichtet, das Seil an der Hüfte. Und das allerwichtigste: KÖRPERSPANNUNG! Wie viele Male bin ich, flach wie eine Flunder und mit dem Gesicht voraus, aufs Wasser geknallt, nur weil ich das mit der Körperspannung nicht allzu ernst genommen habe und vermutlich nicht mal wirklich wusste, wie man seinen Körper anspannt. Aber keine Sorge, der nette Mann im Cable-Haus (Hebler) wird dir unter die Arme greifen (wortwörtlich!) und dich mit einem leichten Schubs aufs Wasser bringen.

Beherrschst du den Sitzstart sicher und besitzt womöglich schon ein Board mit festen Bindungen, ist es an der Zeit den Mattenstart zu erlernen. Jede Anlage besitzt eine Matte auf dem Steg, von der aus du aufs Wasser gleiten kannst. Auch hier ist es von großer Bedeutung, deinen Körper unter vollständiger Spannung zu halten, um den 65 Pferdestärken und der Geschwindigkeit von etwa 30 km/h einer Wakeboardanlage Paroli bieten zu können.

JUMP, JUMP, JUMP

Kommen wir zu meinem Lieblingsstart, der Königsdisziplin unter den Wakeboardstartmöglichkeiten: dem Sprungstart. Du stehst mit deinem Board auf der Erhebung, auf der die Sitzstarter sitzen. Worauf du hier besonders achten musst? Wer hätte es gedacht – Körperspannung, Körperspannung und noch mehr Körperspannung. Jedoch spielt beim Sprungstart auch das richtige Timing eine große Rolle. Sobald es „Klick“ macht, zählst du – 23, 22, 21, UND LOS! Die Verlagerung deines Gewichtes auf das hintere Bein sowie eine 45° Drehung sind hierbei besonders wichtig, um richtig auf dem Wasser zu landen.

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